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Clipmarker oder Timeline-Marke: Schnittnotizen am richtigen Ort verankern

Eine Notiz kann zu einer Stelle im Rohclip oder zu einem Zeitpunkt des Gesamtfilms gehören. Ein eigenes Zeitmodell zeigt, warum das beim Verschieben, Kürzen und mehrfachen Verwenden eines Clips wichtig ist.

Eine Quellnotiz bei sieben Sekunden liegt im ab fünf Sekunden verwendeten Clip zunächst bei Timelinezeit 22 Sekunden. Nach dem Verschieben des Clipstarts von 20 auf 30 liegt sie bei 32 Sekunden. Eine gesperrte globale Marke bleibt im Modell bei 22 Sekunden.
Eigene Zeitrechnung ohne Geschwindigkeitsänderung; keine tatsächlich ausgeführte Kdenlive-Sitzung.Bild: Vioneto · eigene Illustration

Du markierst im Interview einen guten Satz. Später verschiebst du die Aufnahme im Film, und die Notiz soll weiterhin genau diesen Satz bezeichnen. Eine andere Markierung steht für das geplante Ende des Vorspanns bei einer festen Stelle des Gesamtfilms. Beide Notizen sehen auf einer Zeitleiste ähnlich aus, brauchen aber unterschiedliche Bezugspunkte.

Kdenlive unterscheidet clipbezogene Marker von Timeline-Markierungen, die auch Guides heißen. Die Clipmarker gehören zur Quelle und wandern mit deren Verwendung. Änderungen an einem solchen Marker können alle Verwendungen dieses Clips betreffen. Für Timeline-Marken gibt es eine Sperre gegen das Mitverschieben durch bestimmte Aktionen. Diese Regeln solltest du für dein tatsächlich verwendetes Schnittprogramm prüfen.

Kdenlive-Handbuch: clipbezogene Marker

Zuerst die Aussage der Notiz formulieren

  • „Dieser Satz eignet sich als Einstieg“ beschreibt eine Stelle im Quellmaterial. Die Notiz soll dieselbe Aufnahme wiederfinden.
  • „Hier muss der zweite Abschnitt beginnen“ beschreibt die Struktur des Gesamtfilms. Die Notiz gehört zur Timeline.
  • „Diesen Satz in dieser Verwendung kürzen“ betrifft eine konkrete Schnittentscheidung. Eine überall sichtbare Quellnotiz kann dafür zu allgemein sein.

Schreibe die gewünschte Handlung in die Notiz. „Gut“ ist beim Sichten verständlich, beim späteren Schneiden aber wenig eindeutig. „Antwort ab hier bis zum nächsten vollständigen Satz prüfen“ macht die Aufgabe greifbar. Wenn mehrere Personen am Projekt arbeiten, ergänze eine nachvollziehbare Zuständigkeit oder einen Bearbeitungsstand nach eurer vereinbarten Schreibweise.

Ein eigenes Zeitmodell mit einer Quellmarke

Wir wählen für eine schriftliche Rechenprobe einen Quellclip mit einer Notiz bei sieben Sekunden. Verwendet wird ein Ausschnitt, der in der Quelle bei fünf Sekunden beginnt. Dieser Ausschnitt startet im Gesamtfilm bei 20 Sekunden. Ohne Geschwindigkeitsänderung und bei direkter Zeitzuordnung liegt die Notiz damit bei 20 + (7 − 5) = 22 Sekunden der Timeline.

Verschieben wir denselben Ausschnitt auf den Beginn bei 30 Sekunden, liegt dieselbe Quellnotiz bei 32 Sekunden. Im Rohclip bleibt sie bei sieben Sekunden. Eine im Modell gesperrte globale Timeline-Marke bei 22 Sekunden bleibt dagegen dort stehen und bezeichnet nach dem Verschieben nicht mehr den ursprünglichen Satz.

Die Rechnung trennt lediglich zwei Zeitbezüge. Sie ist keine aufgezeichnete Kdenlive-Sitzung. Rückwärtslauf, Zeitdehnung, verschachtelte Sequenzen und andere Umrechnungen sind in diesem einfachen Modell nicht enthalten.

Was Kürzen und Wiederverwenden ändern

Ändern wir im Modell den verwendeten Quellbeginn von fünf auf acht Sekunden, liegt die Quellnotiz bei sieben Sekunden außerhalb des verwendeten Ausschnitts. Eine Notiz kann also noch im Material vorhanden sein, ohne in der aktuellen Schnittfassung vorzukommen. Prüfe deshalb die verwendeten Grenzen, bevor du eine scheinbar verschwundene Stelle neu markierst.

Wird derselbe Ausschnitt zusätzlich bei 40 Sekunden der Timeline eingesetzt, erscheint dieselbe Quellposition dort bei 42 Sekunden. Der Satz ist dann zweimal im Film vertreten. Eine Änderung des Kommentars an der Quelle kann in Kdenlive beide Verwendungen betreffen. Soll nur eine davon bearbeitet werden, benenne die konkrete Verwendung zusätzlich in deiner Schnittaufgabe.

Eine kurze Probe im eigenen Schnittprogramm

  1. Einen eindeutig erkennbaren Moment im Quellclip auswählen und mit einer sprechenden Notiz markieren.
  2. Einen Ausschnitt mit dieser Stelle in die Timeline setzen. Quellposition und Lage im Gesamtfilm notieren.
  3. Den Ausschnitt an eine andere Stelle verschieben und kontrollieren, ob die Notiz weiterhin denselben Moment trifft.
  4. Eine zweite Verwendung einsetzen und prüfen, welche Kommentare gemeinsam gelten.
  5. Für eine globale Strukturmarke das gewünschte Verhalten bei euren üblichen Einfüge- und Verschiebeaktionen kontrollieren. Eine vorhandene Markensperre bewusst einstellen.

Kdenlive weist außerdem darauf hin, dass Auswahl und Fokus beim Anlegen eines Markers eine Rolle spielen. Ein Tastenkürzel allein erklärt daher nicht, woran die neue Markierung hängt. Kontrolliere die erste angelegte Notiz im Clipmonitor beziehungsweise in der Timeline, bevor du auf dieselbe Weise viele weitere setzt.

Kdenlive-Handbuch: Marker-Menü, Fokus und Timeline-Sperre

Schnittnotizen in eine Rückmeldung übersetzen

Für die Abnahme einer gerenderten Fassung braucht eine außenstehende Person meistens die Position in genau dieser Fassung. Eine Quellnotiz bei sieben Sekunden ist ohne Quellclip und Schnittprojekt nicht unmittelbar hilfreich. Übertrage die Aufgabe deshalb auf die benannte Sichtungsfassung und deren Zeitposition. Nach einem neuen Schnitt kann sich diese Position erneut ändern.

Videofeedback mit Fassung und eindeutigen Zeitmarken formulieren

Projektdatei und verwendetes Quellmaterial zusammenhalten

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Quellen und weiterführende Informationen

  1. https://docs.kdenlive.org/en/cutting_and_assembling/markers.html
  2. https://docs.kdenlive.org/en/user_interface/menu/markers_menu.html