Du besitzt eine SRT-Untertiteldatei, der gewünschte Einbauweg erwartet aber WebVTT. Einfach die Endung von .srt auf .vtt zu ändern löst diese Aufgabe nicht. Die Datei muss den passenden Aufbau bekommen; danach müssen Text und Zeitwerte weiterhin stimmen.
WebVTT ist ein Textformat für zeitbezogene Spuren. MDN beschreibt unter anderem den WEBVTT-Kopf, UTF-8 und die Zeitangaben der einzelnen Blöcke, der sogenannten Cues. Die aktuelle W3C-Entwurfsspezifikation beschreibt zusätzlich die Dateistruktur und den Medientyp text/vtt. Diese Eigenschaften betreffen den Inhalt und seine Auslieferung, nicht nur den Namen der Datei.
Unser eigenes SRT-Beispiel
Wir haben zwei Untertitelblöcke selbst geschrieben. Der erste läuft von 0,5 bis 2,5 Sekunden und lautet auf zwei Zeilen: „Prüfe Größe“ und „und Fassung.“ Der zweite läuft von 3 bis 5,5 Sekunden und lautet: „Öffne anschließend die Vorschau.“
Die Umlaute und das ß geben uns konkrete Zeichen für die Kontrolle der Textkodierung. Der Zeilenumbruch im ersten Block ist ein weiteres Merkmal, das nach der Umwandlung wiederzufinden sein soll. Als Hintergrund dient ein eigener stummer sechssekündiger Testclip. Die Texte sind eine schriftliche Probe und keine hier gehörte Sprachaufnahme.
In der eigenen SRT beginnt die erste Zeitzeile mit 00:00:00,500. Die tatsächlich erzeugte WebVTT-Fassung schreibt denselben Zeitpunkt als 00:00.500. Die Schreibweise hat sich geändert; der Zeitpunkt bleibt eine halbe Sekunde. Eine andere Darstellung der Zeit ist deshalb nicht automatisch ein inhaltlicher Versatz.
Umbenennen verändert die Bytes nicht
Für den ersten Vergleich haben wir die SRT-Datei unverändert unter einer .vtt-Endung gespeichert. Beide Fassungen besitzen denselben vollständigen Datei-Hash. Header und Zeittrennzeichen sind also weiterhin die der eigenen ursprünglichen SRT-Datei.
Diese umbenannte Fassung wurde im lokalen nativen Chrome-Player als Textspur angeboten. Die Spur meldete einen Lade- beziehungsweise Parsefehler und enthielt keine Cues. Der stumme Videoclip selbst meldete dabei keinen Medienfehler. Eine fehlende Untertitelspur und eine fehlerhafte Videodatei sind somit getrennte Befunde.
Die Datei tatsächlich konvertieren
Für den zweiten Vergleich haben wir die SRT mit dem vorhandenen FFmpeg 8.0.1 umgewandelt: ffmpeg -i atlas-source.de.srt atlas-converted.de.vtt
Die Ausgabe beginnt nun mit WEBVTT. Beide Zeitbereiche und beide Texte einschließlich Umlauten, ß und Zeilenumbruch bleiben in der eigenen Datei erhalten. Das Werkzeug hat die laufenden SRT-Nummern nicht als notwendige Zählung übernommen; für unseren Vergleich entscheiden die Cues mit ihren Texten und Zeitwerten.
Nutze für deine eigene Quelle einen getrennten Ausgabenamen und bewahre den Ausgangsstand auf. Die gelungene Umwandlung dieser einfachen Datei garantiert nicht, dass sämtliche Formatierungen, Positionierungen oder Spezialangaben einer anderen Untertiteldatei passend übertragen werden. Prüfe benötigte Eigenschaften gesondert.
Was im Player tatsächlich angekommen ist
Die konvertierte WebVTT-Spur wurde vom selben lokalen Chrome-Player geladen. Sie enthielt genau zwei Cues mit den erwarteten Zeitwerten. Bei Sekunde 1 war der erste Zweizeiler aktiv. Bei Sekunde 4 war „Öffne anschließend die Vorschau.“ aktiv und in der nativen Untertiteldarstellung sichtbar.
Nach dem zwischenzeitlichen Wechsel zur nur umbenannten Datei ließ sich die konvertierte Spur erneut laden. Damit ist für diesen Fall der Unterschied zwischen falschem Dateiaufbau und lesbarer Textspur nachvollziehbar. Der Test bestätigt keine Synchronität mit gesprochenem Ton, weil der eigene Clip stumm ist.
Vor der Übernahme eine kurze Liste abarbeiten
- Ausgangsformat, Sprache und die zugehörige Filmfassung festhalten.
- Tatsächlichen WebVTT-Aufbau statt nur einer geänderten Dateiendung sicherstellen.
- Anzahl, Text und Zeitwerte der benötigten Cues vergleichen.
- Kritische Zeichen wie Umlaute und erhaltene Zeilenumbrüche kontrollieren.
- Die Textspur im vorgesehenen Player wählen und an passenden Stellen ansehen.
Bei einer echten Sprachaufnahme gehört anschließend der Vergleich mit dem Ton dazu. Ob die Zeilen gut lesbar sind oder wichtige Bildteile überdecken, ist ebenfalls eine eigene Prüfung. Formale Lesbarkeit der Datei ersetzt diese inhaltlichen Aufgaben nicht.
Eine fertige Untertitelspur dem Video zuordnen
Zeilenwechsel, Timing und Bildinhalt gemeinsam prüfen
Quellen und eigenes Beispiel
MDN und die als Entwurf gekennzeichnete W3C-WebVTT-Spezifikation wurden am 29.10.2026 gelesen. SRT-Datei, Konvertierung und lokale Chrome-Probe sind eigene Beispiele. Es wird keine neue SRT-Importfunktion in Vioneto und keine vollständige Konformitätsprüfung des Formats behauptet.